Berichte

Tagesausflug am 26.4. 2022 nach Nordfriesland

Am Dienstag, den 26.4.2022 konnten wir endlich nach langer Corona-Pause wieder auf „Fahrt“ gehen. Der Bus mit 54 Damen fuhr nach Nordfriesland und zum Nolde –Museum. Als erstes fuhren wir nach Hilligenbohl in Galmsbüll bei Rissum-Lindholm. Wir besuchten Familie Kirchner auf ihrem Narzissenhof. Ein schönes altes Backsteinhaus mit einem riesigen Garten, bepflanzt mit 120 verschiedenen Narzissenarten. Der Anblick war überwältigend: Gelbe, weiße, kleine, große, gefüllt oder ganz zart und klein. Dazwischen Tulpen, Hyazinthen, Sommerknotenblumen und die Schachbrettblumen. Einige Sorten waren am Verwelken, und die ganz späten zeigten uns erst ihre Knospen. Seit 23 Jahren pflegen Ute und Dunja Kirchner dieses Paradies. Ein schöner Apfelgarten rundet dieses Konzept ab.

 

Im ehemaligen Schafstall lernten wir über die Narzisse. Sie wächst auf fast allen Böden, nicht zu feucht und nicht zu sandig. Düngen nur im zeitigen Frühjahr, um den entstehenden Tochterzwiebeln Kraft zu geben. Am besten mit einem Phosphat-Kali-Dünger. Inzwischen gibt es bis zu 30.000 Züchtungen!

Im Anschluss daran fuhren wir nach Seebüll ins Nolde-Museum. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe ging zur Führung und die zweite Gruppe zum Kaffee. Die Besichtigung des Gartens war anders, aber auch sehr schön. Er ist noch immer so erhalten wie vor 80 Jahren. Die Beete bildeten ein „A“ für Ada und ein „E“ für Emil. Am Rande des Gartens liegt ein kleines Gartenhaus, das „Seebüllchen“. In dem Haus verbrachte das Paar viele Stunden gemeinsam. Die Gruft, in der Ada und Emil ruhen, wurde während des Krieges zur Aufbewahrung seiner Bilder genutzt. Der Seebüllhof diente dem Ehepaar zunächst als Wohnsitz bis das neue Wohn- und Atelierhaus fertig war.

 

Emil Nolde war einer der großen Expressionisten seiner Zeit. Unsere Gästeführerin Frau Martina Reine-Kirchhof führte uns durch die Galerie und erklärte viele Bilder, Landschaftsbilder, Blumen aus seinem Garten, Porträts und Aktbilder. Kräftige Farben, Motive aus seiner Heimat. Das Ehepaar Nolde hatte testamentarisch festgelegt: nach ihrem Tode soll das ganze Anwesen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und so kam es auch, seit 1957 kann man es besichtigen.

 

H. Winzenborg

LandFrauen in Corona-Zeiten

Das Jahr 2020 fing ganz normal an, mit einem schönen gemeinsamen Neujahrsfrühstück im Gildehus im Schellhorn. Im Februar war es auch möglich, eine Jahreshauptversammlung abzuhalten. Dann war aber Schluss. Wegen Corona mussten alle Veranstaltungen abgesagt werden. Keine interessanten Vorträge, keine schönen Reisen oder Feste. Das Einzige was uns blieb, war gelegentlich einen Brief an die Mitglieder zu schreiben, damit sie wissen, dass es uns noch gibt. Allerdings haben einige von uns im Juni beim Lesefest der Stadt Preetz einen Stand mit Kaffee und Kuchen betrieben. Keine eigene Veranstaltung, aber wir konnten zeigen, dass es uns noch gibt und dass wir nur auf eine Gelegenheit warten, uns zu betätigen.

Nachdem Corona endlich fast überwunden schien, konnten wir im September 2021 die Veranstaltung nachholen, die ursprünglich für den März 2020 geplant war. Alle Landfrauen haben mit großer Freude die lebhaften Erzählungen von Frau Marie Kopiske über das Weberhandwerk in Preetz und ihren Werdegang als Handweberin gelauscht.

Erntedank 2021 LandFauen Preetz

Im Oktober haben wir dann auch Erntedankfest gefeiert. In der Marienkirche in Schönkirchen hielt Pastor Suhr eine mitreißende Andacht und erzählte über die Kirche und besonders den Altar, den die LandFrauen dann auch selbst näher angucken durften. Anschließend ging es nach Probsteierhagen zum Irrgarten, wo es bei Kaffee und Kuchen reichlich Gelegenheit zum Klönen gab. Es gab ja auch viel nachzuholen, nachdem man sich seit eineinhalb Jahren nicht mehr gesehen hatte.

 

Danach ging es wie im ursprünglichen Jahresprogramm vorgesehen weiter. Am 9. November trafen wir uns wieder im PTSV Sportlerheim, wo wir einen interessanten und anregenden Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Mest über „Was man über Arzneimittel wissen sollte“ hören durften. Er gab den Landfrauen viele nützliche Informationen mit nach Hause.

 

Lange haben wir hin- und her diskutiert, ob wir es wagen können oder dürfen, unsere geplante Weihnachtsfeier am 14. Dezember im Hotel Rosenheim in Schwentinental/OT Raisdorf zu veranstalten. Da wir Anfang Dezember feststellten, dass sehr viele LandFrauen trotz Bedenken mitmachen wollten, haben wir uns entschieden, es doch zu wagen. Nachdem wir unsere Treffen so lange entbehren mussten, wollten wir das Jahr gemeinsam fröhlich ausklingen lassen.

 

Jetzt hoffen wir, dass das LandFrauen-Leben weitergehen kann ohne Corona-Beschränkungen.